Un-sichtbar! Un-tot! Un-verständlich! Es sind viele Un-s, die einen ergreifen, wenn man das Kabinett betritt. Eine tote Großmutter, die im Traum erscheint und sagt, man solle eine Kamera aufstellen, um sie zu sehen, ein Projektor, der scheinbar nicht(s) projiziert, eine Kamera, die eben genau das sieht -  der Entdeckungszusammenhang bleibt geheimnisvoll.

Im Grunde geht es um das sichtbar machen unsichtbarer Bilder. Unsichtbare Bilder? Hinter einem? Da ist doch nur die weiße Wand!? Der Projektor ist doch nur aus Pappe! Attrappe? Schlappe. Dominik Beck tüftelt und modifiziert, bis man nichts mehr sieht. Es geschieht eine Umwandlung. Lichtbilder werden unsichtbar und am Ende wieder sichtbar gemacht. Das alles passiert sprichwörtlich im Rücken des Betrachters. Deswegen ist es so schwer, sich vor dem Effekt zu schützen. Aha!

 

> Gerrit Jöns-Anders <

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